Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Hier findet ihr alles über Anschuldiungen gegen Michael
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Blackpearl
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 18:29

Beitrag: # 18572Beitrag Blackpearl
08.01.2020, 18:29

Love of my Life hat geschrieben:
08.01.2020, 18:09
Naja 8.3% finde ich jetzt ncht so prickelnd.

Bei 5000 Haushalten wo das erfasst wird haben gerade mal 415 die Sendung eingeschalten, haut mich jetzt nicht vom Hocker.

Ich denke es werden doch ein paar mehr gewesen sein 😉zumindest hoffe ich das
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Love of my Life
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 20:02

Beitrag: # 18574Beitrag Love of my Life
08.01.2020, 20:02

Blackpearl hat geschrieben:
08.01.2020, 18:29
Love of my Life hat geschrieben:
08.01.2020, 18:09
Naja 8.3% finde ich jetzt ncht so prickelnd.

Bei 5000 Haushalten wo das erfasst wird haben gerade mal 415 die Sendung eingeschalten, haut mich jetzt nicht vom Hocker.

Ich denke es werden doch ein paar mehr gewesen sein 😉zumindest hoffe ich das
Warum den 8.3% von 5000 sind nun mal 415 nicht 400 und nicht 450. Und man kann über all nachlesen das es nur 5000 Haushalte sind die erfasst werden, dann geht bei 5000 leider keine andere Zahl.
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sunnyjackson
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 20:11

Beitrag: # 18575Beitrag sunnyjackson
08.01.2020, 20:11

Von den erfassten Haushalte sind es 415......aber wieviel Haushalte gibt es in Deutschland gesamt.....und die nicht erfasst sind. Mein Haushalt hat auch geschaut....und hier im Forum auch einige. Und von denen ist auch keiner erfasst. Also haben mehr als 415 geschaut. Blackpearl hat schon Recht......sie hat das gesamte gesehen.
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 20:26

Beitrag: # 18576Beitrag Love of my Life
08.01.2020, 20:26

Nur leider bleibt die Prozentzahl von 8.3% immer gleich egal wie viel Haushalte man her nimmt. Es ist ja nicht so das mit höhere Anzahl der Haushalte die Prozentzahl von 8.3 steigt die bleibt immer gleich. Ist leider nun mal höhrere Mathematik.

Es bleiben immer 8.3% egal ob bei 5000 Haushalten oder bei 5 Millionen Haushalten.

Das ist wie wenn man Milch kauft mit 3.8% Fettgehalt, 1 Liter hat 3.8% Fettgehalt und 2 Liter auch, die haben auch nicht 7.6 % Fettgehalt nur weil man 2 Liter gekauft hat, es bleibt bei 3.8%.
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Zitat Buzz Lightyear:
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sunnyjackson
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 21:04

Beitrag: # 18578Beitrag sunnyjackson
08.01.2020, 21:04

Es ging doch nicht um die 8,3 %........sondern um die Anzahl der Zuschauer insgesamt...das kann man doch dem Post von Blackpearl und mir doch rauslesen.

Das mit der Milch finde ich jetzt völlig daneben. Machst du jetzt auf Schulmeister ?
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 21:14

Beitrag: # 18579Beitrag Love of my Life
08.01.2020, 21:14

sunnyjackson hat geschrieben:
08.01.2020, 21:04
Es ging doch nicht um die 8,3 %........sondern um die Anzahl der Zuschauer insgesamt...das kann man doch dem Post von Blackpearl und mir doch rauslesen.

Das mit der Milch finde ich jetzt völlig daneben. Machst du jetzt auf Schulmeister ?
ne auf Erklärbär. :grins001

aber gut ich gebe es jetzt auf.
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Zitat Buzz Lightyear:
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 08 21:41

Beitrag: # 18581Beitrag Remember MJ
08.01.2020, 21:41

Deutscher Dokumentarfilm Michael Jackson - Auf der Suche nach der Wahrheit

Montag, 6. Januar 2020, um 22.30 Uhr, wurde auf dem deutschen Sender SAT1 der Dokumentarfilm Michael Jackson - Auf der Suche nach der Wahrheit ausgestrahlt.

Diese ca. 1,5-stündige Dokumentation wird als Ermittlungsdokument zu den Anschuldigungen in Leaving Neverland präsentiert. Die Frage war daher, ob Michael Jackson schuldig war an dem, was ihm vorgeworfen wurde.

Ich habe dieses Dokument Montagabend live im Fernsehen gesehen. Ich gebe zu, dass ich nicht viel verstanden habe, da es auf Deutsch ist und dass ich keine Unze Deutschkenntnisse habe.

Es ist jedoch nicht schwer zu erraten, dass es weitgehend zugunsten von Michael Jackson war.

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Von den Gästen zunächst eingeladen, um ihre Beziehung mit dem Sänger zu bezeugen: Taj und Brandi Jackson, die Neffen von Michael, Tom Mesereau, der brillante Anwalt, der ihn während des Prozesses 2005 verteidigte, Bill Whitfield, l einer von Michaels letzten Leibwächtern (Co-Autor des Buches Remember The Time, Schutz von Michael Jackson in seinen letzten Tagen ), Aphrodite Jones, US-amerikanischer Journalist, der durch sein Buch The Conspiracy against Michael Jackson den Einsatz des Prozesses anprangert von 2005 und machte seine Schuld auf den Stern, und vor allem die Familie Schleiter, eine deutsche Familie, die zum ersten Mal öffentlich im Fernsehen ihre Beziehungen zu Michael Jackson hervorruft. (Im März 2019 hatte die Familie Schleiter nach der Ausstrahlung von Leaving Neverland auf ihrer Site eine lange Unterstützungsbotschaft für den Sänger mit dem Titel Enough is Enough ausgestrahlt , die von der Site MJFrance übersetzt wurde.)

Dann wird durch die vielen Momente der Emotionen deutlich, auch wenn wir nichts verstehen, was gesagt wird.

La Toya Jackson, Michaels Schwester, und sein ehemaliger Manager Dieter Wiesner sagten ebenfalls ausführlich aus. Schwer zu wissen, was sie sagten, besonders wenn wir einige ihrer Aussagen kennen, aber die häufigen Interventionen der letzteren schienen wohlwollend.

Wer recherchierendes Dokument sagt, sagt auch Gäste, die sich gegen den Sänger positionieren. Ron Zonen, der Staatsanwalt in der Gerichtsverhandlung von 2005, wird interviewt und scheint der einzige zu sein, der weiterhin an die Schuld des Sängers und die in der Dokumentation von Dan Reed erwähnten Tatsachen glaubt, die wir auch einige Augenblicke lang hören.

Wenn nur wenige neue, den Fans zumindest unbekannte Tatsachen bekannt geworden zu sein scheinen, ist es vor allem die Intervention von Anton, Franziska und ihrem Vater Wolfgang Schleiter, dieser Familie aus Hanbourg, die dem King of Pop nahe stand vorbringen.

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Fotoerinnerungen zur Unterstützung Anton und Franziska, die Michael 1995 kannten, als er für das Programm Wetten Dass nach Deutschland kam, evozierten die Freundschaft, die sie mit dem Sänger verband, und kritisierten die Anschuldigungen von Robson und Safechuck . Heute, in den Dreißigern, teilen sie mit greifbaren Gefühlen ihre Erinnerungen und unterstützen den Mann, den sie als Mitglied ihrer Familie betrachtete.

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Der Bericht zeigt auch zwei deutsche Fans, die in die Fußstapfen ihres Idols in Los Angeles treten. Chantal Obrist und Matthias Frank öffneten die Türen der berühmten Westlake Studios - im Beisein von Brad Buxer und Michael Prince, Tom Mesereau's Büro, Taj Jackson's Haus, die auf der Leinwand einige der kleinen Worte zeigten, die Michael ihr hinterlassen hat.

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Sie wurden auch während der Gedenkfeiern im vergangenen Juni auf dem Forest Lawn und vor dem Neverland-Tor gefilmt.

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Diese beiden Fans sollen aktiv an der Produktion des Dokumentarfilms mitgewirkt haben, damit er nicht in die Kategorie Müllreportage fällt. Laut deutschen Fans ist der Dokumentarfilm sehr positiv. Die Interventionen von Aphodite Jones und Tom Mesereau wurden sehr geschätzt und die Inkonsistenzen von Leaving Neverland (insbesondere die von Neverland Station) hervorgehoben.

Der Sender Sat 1 gab an, mit der Verbreitung des Berichts 8,3% der Marktanteile erreicht zu haben.

Die Verbreitung außerhalb Deutschlands wird offenbar diskutiert. Der Dokumentarfilm soll auch übersetzt und online auf Youtube veröffentlicht werden. Wir bedauern jedoch, dass das Streaming am nächsten Tag wegen einer Frage der Rechte vom SAT1-Kanal verschwunden ist. Dan Reed intervenierte, um die Verwendung von Auszügen aus Leaving Neverland zu verbieten, die im Bericht erscheinen?

NB: Alle Fotos sind Screenshots des Berichts, den ich am Abend der Sendung live auf meinem Fernseher aufgenommen habe. Ich habe das Logo der Site darauf gesetzt, weil sie auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken ohne Gutschrift geteilt wurden, so oft :( Es versteht sich jedoch von selbst, dass diese Fotos nicht zu mir gehören. )
Gepostet von Rachelmj um 17:22 - #stopLeavingNeverland - Kommentare [2] - Permalink [ # ]
Tags: Anton Schleiter , Leaving Neverland , Sa 1
Quelle:.onmjfootsteps.com
Übersetzung:Pons
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Re: Akte Spezial: Michael Jackson auf der Suche nach der Wahrheit

Jan 2020 09 19:07

Beitrag: # 18589Beitrag Gabi-Maus
09.01.2020, 19:07

Akte Spezial: Auf der Suche nach der Wahrheit

Im knapp zweistündigen Spezial auf Sat.1 hat eine deutsche Familie erstmals über ihre Freundschaft zum King of Pop berichtet. Und zu sehen waren weitere emotionale Szenen.

In einem Statement blickt die Journalistin Nadja Pia Wagner auf die Entstehung zurück und erklärt ihre Haltung dem schwierigen Thema gegenüber.

„Michael Jackson: Auf der Suche nach der Wahrheit“ erhielt von Sat. 1 keinen attraktiven Sendeplatz: Montag, 6. Januar 2020, 22.30 – 00.20 Uhr. Doch das gelungene Spezial von AKTE war nicht nur für Fans sehenswert.

Erstmals seit der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“, erhielten nun auch kritische Stimmen eine Chance, gehört zu werden. Dutzende Personen aus Michael Jacksons Umfeld hatten sich im vergangenen Jahr an die Öffentlichkeit gewandt – wurden aber grösstenteils schlicht ignoriert. Ebenso Journalisten, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befassen und nach wie vor kritisch sind. Wieso sich die meisten hüten, den angeblichen Opfern in LN gegenüber Misstrauen zu äussern, zeigt etwa die kritische Reaktion auf das AKTE-Spezial von Deutschlandfunk Kultur: „Dieser Bericht ist unanständig.“

(Nachdem die Vorwürfe seit 1993 wiederholt in den Medien sind, scheinen manche unfähig, sich auch nur einen Moment vorzustellen, dass der Mann tatsächlich unschuldig sein könnte.)

Mit Ron Zonen ist nur eine Person involviert, die von Michael Jacksons Pädophilie überzeugt ist. Der Staatsanwalt hatte an der Seite vom übereifrigen Thomas Sneddon versucht, Michael Jackson im Jahr 2005 hinter Gitter zu bringen. Thomas Mesereau seinerseits erinnert an das gute Kreuzverhör, das Zonen mit Wade Robson geführt hatte.

Besonders emotional anzuhören sind die Interviews mit der Schleiter-Familie, die erstmals so viel von ihrer Freundschaft mit Michael Jackson preisgeben. So schildern sie, wie Michael Jackson nach einer Wasserballonschlacht in seinem Zimmer verschwand und den Song „Speechless“ komponierte. (Als das „Invincible“-Album erschien, hatte auch Michael in einem Interview davon beichtet.) Traurig stimmt, als Anton Schleiter erzählt, wie er einen Monat lang auf der Neverland-Ranch dabei half, das Hab und Gut von Michael Jackson in Kisten zu verpacken, da dieser nach dem Prozess und den erneuten Polizei-Durchsuchungen nicht mehr auf sein Anwesen zurückkehren wollte.

Sehr emotional sind auch die Gespräche mit Brad Buxer, der von 1989 bis 2008 mit Michael Jackson musizierte und zu einem seiner engsten Freunde wurde, ebenso die Szenen mit Taj und Brandi Jackson.

Etwas irritierend ist einzig, wieso das Buch von La Toya Jackson, „Starting Over“, nicht erwähnt wird, als sie den Fragen ausweicht, wieso sie ihren Bruder 1993 so schwer belastet hatte. (hier unser Review im alten Layout – La Toya nimmt darin ausführlich Stellung.)

jackson.ch/html/startingover.html

Auch die Fotos, die sie mit blutunterlaufenen Augen zeigen, nachdem sie angeblich von Jack Gordon verprügelt wurde, hätten die etwas gar zurückhaltend ausgefallenen Aussagen über ihren Ehemann unterstreichen können. (Siehe hier ein Interview mit LA Weekly von 2012.)

laweekly.com/la-toya-jackson-thinks-her-brother-michael-was-murdered/

Seltsam ist auch, wieso Dieter Wiesner den „Alarm“ in Jacksons Schlafzimmer verleugnet, mit dem sich MJ ein wenig wirkliche Privatsphäre bewahrte, da – wie Wiesner bestätigt – diverse Mitarbeiter Zugang hatten.

„Michael Jackson: Auf der Suche nach der Wahrheit“ kann hier bei Joyn.de nachgeschaut werden.

Leider ist der Stream in Österreich und in der Schweiz nicht verfügbar.

Die Chefreporterin Nadja Pia Wagner von Sat.1, verfasste heute auf Facebook in der Gruppe „Stop all liars and frauds against MJ“ folgendes Statement:

Liebe Chantal Obrist, lieber Matthias Frank, lieber Jochen Haug – am Montag ging eine lange Arbeitsphase zu Ende. Ups and Downs haben uns alle vier immer wieder auf Trapp gehalten. Skeptisch mir gegenüber als unabhängige und sorgfältig arbeitende Journalistin, die selbstverständlich neutral und unvoreingenommen in der Sache recherchiert und das gründlich. Auf der Ebene der Fürsprecher – Familie, Freunde und Fan Community – aber genauso auch auf der anderen Seite der Skeptiker und Ankläger.

Emotionen bei Euch, wenn diese Journalistin, also ich, distanziert gegenüber der Haltung „MICHAEL is INNOCENT“ war – bis heute. Und der Aussage: ich werde nicht beweisen können, ob er schuldig ist oder nicht. Das habt ihr irgendwann akzeptiert. Ihr habt akzeptiert, dass ich a. kein Fan bin und b. meinen Job gewissenhaft mache.

Ausgewogen zu berichten bedeutet aber eben auch, die andere Seite zu beleuchten. Am Anfang meiner Recherche-Reise hatte ich keine private Meinung dazu – kein Michael Konzert, kein Know-How zum Prozess und den anderen Anklagen, keine Doku gesehen – nur die Musik gehört. DAS war die Ausgangslage.

Und dann waren da noch diese emotionalen Fans, die mir eintrichtern wollten – MICHAEL ist unschuldig. Wie oft habe ich betont: ich werde nicht beweisen (können), dass er es ist. Wir machen keine Gegendokumentation zu Leaving Neverland. Aber, ich möchte das nachholen, was Dan Reed verpasst hat. Die andere Seite sprechen zu lassen. Familie, Feunde und auch die Fans. Ohne dabei den gleichen Fehler zu machen wie der Produzent. Einseitigkeit. Mein Ziel: Ausgewogenheit, Ehrlichkeit, journalistsiche Sorgfalt, einwandfreie Recherche und neue Inhalte. Und – das war mir wichtig – Vertrauen und Fairness. Journalisten, die mit unlauteren Methoden, falschen Behauptungen und Vorausstezungen arbeiten sind keine Journalisten (Bashir Prinzip). Das sind Menschen, die das Bild der Medienschaffenden in den Dreck ziehen. Aktuell geprägt durch die Relotius-Affäre. Ein Alptraum für die, die sorgfältig arbeiten. Zu dieser Sorgfaltspflicht zählte natürlich auch der Einbezug der Gegenseite, die Interviewanfrage an Reed, Safechuck, Robson, Bashir etc. Auch das war im ersten Moment für Euch schwer zu verstehen bzw zu akzeptieren. Es könnte ja auch dazu kommen, dass diese Männer im direkten Interview, mich überzeugen. Absagen auf jeder Ebene und keine Antworten.

Auf dem Weg meiner sehr intensiven Recherchen (wohl eine der zeit- und energiefressendsten überhaupt) durfte ich unglaublich tolle Menschen kennenlernen – wie die Schleiters aus Hamburg zum Beispiel, die mir gegenüber äusserst skeptisch waren bei unserer ersten Begegnung, wenn auch immer freundlich. Dass ich überhaupt eine Audienz bekam, habe ich Matthias zu verdanken, der immer einen sehr guten Draht zur Familie hatte. „Schön, dass Sie gekommen sind, wir hören uns das alles mal an und wollen auch was für Michael tun, aber vor die Kamera gehen wir ganz sicher nicht.“ Der erste Satz von Wolfgang Schleiter zur Begrüssung. Ich merkte sofort – der meint das ernst. Vier Stunden , 2 Kannen Filtercafe und mehrere Stücke Bienenstich später: „vielleicht machen wir ein kleines Interview im Wohnzimmer, aber wirklich nicht mehr, wir überlegen uns das. Aber geh mal lieber nicht davon aus.“ Von der ersten Minute an waren wir per Du, das lockerte die Situation zumindest ein bisschen auf. Die Familie hatte Michael immer versprochen, dass sie seine und ihre Privatssphäre respektieren, nicht mit den Medien sprechen. Zu negativ waren seine Erfahrungen mit der Presse. Die größte Wunde hatte Martin Bashir hinterlassen. Aber selbst wenn es nicht Michaels ausdrücklicher Wunsch gewesen wäre, hätten die Schleiters nichts in die Öffentlichkeit von der besonderen Freundschaft getragen. Das nenne ich respektvollen Umgang mit einer ganz besonderen und wertvollen Freundschaft. Die Summen, die der Familie bereits geboten wurde, sind hoch. Die gemeinsamen Erlebnisse könnten sich sicher gut verkaufen, niemals würden die Schleiters diesen Weg gehen. Ich durfte ein paar wenige Geschichten hören während unserer Treffen – selten habe ich so viel Respekt und Liebe in den leuchtenden Augen gesehen, wie bei Anton, Franzi und Wolfgang beim Erzählen. Ein weiterer Grund, weshalb ich nie an deren Glaubwürdigkeit gezweifelt habe, keine Sekunde. Selbstverständlich musste ich mich darüberhinaus um Bestätigungen bemühen und douple checken, das ist gründliche Recherche (es gibt gerade um Jackson unzählige Menschen, die selbst nach seinem Tod Profit machen wollen mit einer Begegnung/ Freundschaft etc. – zu viele Wichtigtuer und geldgierige Menschen. Im Übrigen hat nur eine einzige Person Geld bekommen für die Mitwirkung in der Doku, sogar Ron Zonen hat nichts verlangt).

(Andere, sehr nahestehenden Personen/ Familien zb. haben Bücher geschrieben, Musik auf seinen Namen produziert und verkauft und angeblich auf Ebay persönliche Sachen versteigert. Makaber in meinen Augen)

Auf diese erste Begegnung folgten 2 weitere Vorgespräche mit der Familie bis letztlich einen Tag vor dem bereits eingetütetem Drehtermin das endgültige Go von Anton kam. Nächtelang habe ich mit ihm telefoniert – über seine Freundschaft zu Michael, über den möglichen Dreh, über die Konsequenzen geredet. Viele Gedanken und Bedenken geteilt. Es fiel ihm und seiner Familie äusserst schwer diese Entscheidung zu treffen und letztlich den Weg zu gehen. Im Nachhinein sind alle glücklich mit der Entscheidung. Für die Doku ein hoher und unverzichtbarer Mehrwert.

Zu Brad Buxer und Michael Prince , die ich durch Chantals Kontakt zu Brad Sundberg herstellen konnte. Auch da musste ich quasi durch eine erste Prüfung in der Schweiz beim Seminar „In the studio with Michael Jackson“. Mein absoluter Erstkontakt mit der Community und Musik (zumindest bewusst). Damals Chantal höchst septisch mir gegenüber, in der sie häufig eine Martina Bashir in mir gesehen hat. Das war anstrengend und kräftezehrend, aber ich habe es akzeptiert und auch verstanden. Nach unserem Dreh im Westlake Studio bekam ich eine sehr emotionale Mail von Brad Buxer, in der er sich noch mal bedankte für den guten Dreh und mir eine Weiterarbeit zusagte – jederzeit. Auch er hat Vertrauen geschöpft mit der Überzeugung – die Medienschnake scheint ehrlich.

Hätte sich auf dem Rechercheweg etwas anderes ergeben – zb, dass plötzlich Beweise aufgetaucht wären, die bestätigen , dass MJ schuldig ist – dann hätte ich sofort einlenken müssen. Authentitität, journalistische Sorgfalt und gründliche Recherche sind unabdingbar für seriösen Journalismus. Und natürlich die absolute Wahrheit!

Die Wahrheit werde weder ich noch ein anderer jemals beweisen können, denn die wissen nur 3 – Michael und die beiden Ankläger.

Diese Aussage wollten die drei nicht hören, aber ich bin standhaft bei meiner Aussage geblieben – das hier wird keine Gegendoku zu Leaving Neverland, das wird ein wertfreier Film, der die andere Seite, die Seite der Familie und Freunde beleuchtet, aber dennoch unter dem Leitfaden der Ausgewogenheit. Als klar wurde, dass ich in LA auch Ron Zonen besuchen würde, war ich v.a. in Chantals Augen ein möglicher Martin Bashir – Skepsis pur. Was würde passieren, wenn diese Journalistin mit den gleichen Mitteln arbeiten würde wie er? Der, der Jacksons Leben zerstört hat? Für die Fan Community ein Desaster, besonders für die, die das ganze angezettelt haben. Trotzdem ging die Suche nach der Wahrheit weiter.

Bis es dann am Montag, 6.1.2020 um 22.30 Uhr endlich soweit war. Die Doku wurde ausgestrahlt, das Ende einer langen und kräftezehrenden Reise die bei Null angefangen hat.

Ich bin weder Michael Jackson Fan, noch wusste ich im Mai 2019 wer Dan Reed, James Safechuck, Wade Robson und Martin Bashir sind. Ich bin eine überwiegend investigativ arbeitende Journalistin, für die Ehrlichkeit und Sorgfalt das wichtigste Gut ihrer Arbeit ist. Die mit Leidenschaft und Herzblut in der Welt nach echten und spannenden Geschichten sucht, ihren Job als Herausforderung und Passion sieht, der u.a. die Existenz sichert an zweiter oder gar dritter Stelle.

Für mich war Michael der irre Weltstar mit dem Mundschutz, der nach einer Überdosis Propofol gestorben ist. Konzerte habe ich nie besucht, seine Musik aber immer gerne gehört. Will you be there sicher schon 2000 Mal. Und jetzt sollte ich eine umfassende Doku mit Fakten und investigativem Ansatz machen. Wo fängt man da an? Im eigenen Archiv. Mit Dokus, Reportagen, Berichten und natürlich dem WWW. Aber – die beste und zuverlässigste Quelle: Jochen. Trotzdesen, dass er physisch nicht mit uns in LA war, war er gedanklich immer dabei, immer mit uns vernetzt und ist uns täglich zur Seite gestanden. Er ist daher genauso Teil der Doku, wie alle anderen auch Daher danke, Jochen, für Deinen unermüdlichen Einsatz, Dein Vertrauen und v.a. Deine Kontaktaufnahme mit mir. Es wäre wahrscheinlich nie zu diesem Projekt ohne Dich gekommen.

Mittlerweile kenne ich die meistens MJ Dokus, Bücher über den Star und selbstrecherchierte Fakten. Das Leben um Michael Jackson war hochexplosiv und brisant – zu jeder Zeit – inklusive der oft einseitigen Berichterstattungen.

Heute sehe ich Fans aus einem ganz anderen Blickwinkel als vorher. Auch, wenn ich diese innige Liebe zu einem Star nicht immer nachvollziehen kann,verstehe und respektiere ich die Magie um Michael Jackson, unabhängig von den Missbrauchsvorwürfen.

Nadja Pia Wagner – die Journalistin, die gerne mal mit Martin Bashir Café trinken gehen würde!

Quelle: jackson.ch/akte-spezial-auf-der-suche-nach-der-wahrheit/
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